Montag, 13. Oktober 2014

Ausbildung in der Gastronomie



Etwas über zwei Monate war unsere Auszubildende Jennifer Ehling in der Marketing-, PR- und Sales-Abteilung bei uns tätig und hat im Rahmen ihrer Aufgaben eine grundsätzliche Betrachtung zur Ausbildung in der Hotellerie/Gastronomie entworfen.

Die Hotellerie an sich ist kein einfacher Job, vor allem als Azubi ist es nicht immer einfach. Es gibt nicht die beste Bezahlung, und noch dazu gibt es ungewohnte Arbeitszeiten - wo andere frei haben, wird in der Gastronomie gearbeitet und wo wir frei haben, sind die anderen am Arbeiten.
Meine Oma sagte immer zu mir: „Das Leben ist kein Zuckerschlecken, es gibt Höhen und es gibt Tiefen, nur nicht aufgeben, immer den Weg weiter gehen und nicht stehen bleiben!“ Dies ermutigt mich immer wieder, es gibt zu viele Menschen, die kein Ziel vor Augen haben und auch kein Durchsetzungsvermögen mit sich bringen. Jeder Beruf hat seine Vor- und Nachteile, das ist auch in der Gastronomie der Fall. Unsere Arbeitszeiten sind zwar ungewohnt, dennoch ermutigen uns immer wieder zufriedene Gäste, die unsere Arbeit schätzen.

Bei uns im "Gräflicher Park Hotel & Spa" finde ich persönlich die Ausbildung super: auch wenn es manchmal hart ist, haben wir am Ende eine gute Ausbildung. Unser Hotel macht hauseigene Schulungen für Azubis und andere Mitarbeiter, dies bekommt man nicht in jedem Hotel. Somit lernt man nicht nur in der Schule, sondern auch im Betrieb.

 Es gibt viele Azubis, die die Ausbildung anfangen, ohne zu wissen, was genau auf sie zukommt. Deswegen gibt es bei uns in unserem Hotel ein so genanntes Praktikum, was 3 Wochen läuft. Das Praktikum fängt noch vor der Ausbildung an. So können die Praktikanten sehen, ob die Arbeit deren Vorstellung entspricht oder eher nicht. Es gibt unterschiedliche Bereiche, die sie in den 3 Wochen durchlaufen, damit sie einen großen Einblick der bevorstehenden Ausbildung bekommen. Als Azubi durchläuft man nachher bis zu 10 verschiedene Bereiche. Darunter sind auch Bereiche, die man in anderen Hotels nicht kennenlernt als Azubi. Da der Gräfliche Park eine eigene Unternehmensgruppe ist und keine Hotelkette, haben wir alle Bereiche auf einem Standpunkt im gleichen Ort. 

Alle Auszubildenden besuchen die gleiche Berufsschule in Paderborn, die vom Betrieb aus festgelegt ist. Die Schule ist von unserem Hotel begeistert und nimmt das Hotel oft als gutes Beispiel.  

Unser Unternehmen ist in der Presse auch positiv bekannt, wir haben sogar einen Aufruf durch den WDR am 20.08.2014 gestartet, um noch neue Köche für die Ausbildung begeistern zu können. Leider bewerben sich immer weniger Jugendliche für die Gastronomie, vor allem gute Köche gibt es immer weniger. Das liegt wahrscheinlich an den ungewohnten Arbeitszeiten, die die Jugendlichen abschrecken.

Ich bin froh, dass ich die Ausbildung zur Hotelfachfrau im „Gräflichen Park“ in Bad Driburg begonnen habe. Bald bin ich mit meiner Ausbildung schon fertig, dann sind die 3 Jahre schon rum. In diesen Jahren habe ich dann viel gelernt und an Erfahrungen mitgenommen und mir stehen dann die Türen in anderen großen Hotels offen.

Jennifer Ehling

Donnerstag, 2. Oktober 2014

IHK-Erfahrungsaustausch „Social Media in Unternehmen – Umgang mit Unternehmensbewertungen im Netz“


Wie geht man mit schlechten Bewertungen um? Das ist für ein Hotel schon immer eine schwierige Frage gewesen (für unser "Gräflicher Park Hotel & Spa" zum Glück eher selten, da die meisten Bewertungen auf Holidaycheck & Co. recht positiv sind). Noch schwieriger wird es allerdings, wenn man die Frage lokalen Unternehmen stellt, die in speziellen Arbeitnehmerportalen von ehemaligen Mitarbeitern bewertet werden. 

Genau diese Ausgangsfrage bildete den Auftakt zu einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, die Ina Happe, Assistentin Marketing und Vertrieb bei den Bad Driburger Naturparkquellen, und ich besuchten. Eine kleine, bunt gemischte Runde mit Vertretern u.a. von Cup&Cino, Möbelhaus Finke und Wincor Nixdorf aus dem Bereich Personal oder Marketing wurde dort moderiert durch IHK-Vertreter Bernhard Seitz.

Der Einstieg zum Thema Bewertungsmanagement auf Portalen wie kununu war schnell geschafft, und dass in vielen Unternehmen großer Bedarf zum Austausch herrscht, kam in den folgenden Gesprächsbeiträgen zum Vorschein. Ist kununu nur ein Portal zum Ärger ablassen? Wie kann man es konstruktiv für die Personal- oder Employer Branding-Arbeit nutzen? Schnell entwickelte sich eine lebhafte Diskussion rund um Social Media-Aspekte wie Shitstorm-Management, zu dem Kurt Reichert von Wincor Nixdorf kurz die dortige Krisenmanagement-Strategie umriss, oder wie man den Zugriff auf Social Media für die Mitarbeiter gewährleisten kann. Auch gegenseitige Tipps zu bekannten Schwierigkeiten – Content! Wo bekommen wir guten Content her! – wurden ausgetauscht. 

Eine Erleichterung stellte dabei das Angebot von Simon Neutze der IHK Bielefeld dar, der ein Videoformat der IHK entwickelt hat, bei dem Ausbildungsberufe in der Region „hinter den Kulissen“ von Azubis und für (angehende) Azubis vorgestellt werden. Ein vorheriger Check bei einer Preview des Rohmaterials mit einigen Azubis der Altersgruppe stellt dabei sicher, dass die Inhalte weder gezwungen jugendlich noch anbiedernd oder gestellt aussehen. Interessierte Firmen können sich jetzt schon bei IHK Bielefeld dazu melden, um interessante Ausbildungsberufe vorzustellen, in denen es an Bewerbern mangelt.

Dem Fazit der Runde – interessantes Thema, gute Netzwerkmöglichkeiten und, wie Dorothee Heinze, Personalreferentin bei Kaimann, feststellte: "die anderen kochen auch nur mit Wasser!" – konnten Ina Happe und ich voll zustimmen. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe, zudem dabei auch externe Redner hinzukommen sollten.

Mittwoch, 24. September 2014

Rallye mit „Oscar“: Die amüsanten Hintergründe über den Namensgeber der „Oscar’s Bar“



Woher kommt eigentlich der Name "Oscar's Bar" für unsere Hotelbar? Es gab viele vage Gerüchte, dass sie nach einem Hund benannt wurde. Aber die genauen Hintergründe waren den meisten unklar - bis zu diesem Sommer, als im Rahmen eines Projektes die Ursprungsgeschichte herauskam.

Um den Gräflichen Park attraktiver für Familien mit jüngeren Kindern zu machen, durfte ich im Juni ein ganz besonderes Projekt übernehmen. Es handelt sich dabei um eine Rallye durch den Gräflichen Park mit kindgerechten Fragen und Antworten, die neben Unterhaltung auch informatives Hintergrundwissen liefern sollte. Die gräfliche Familie hatte diese Anregung von den Herrenhäuser Gärten in Hannover übernommen, die dort bereits erfolgreich eine Familienrallye mit dem „Büro für Naturetainment“ mit Verena und Volker Stahnke implementiert hatten. Dort können nun an der Kasse die Rallyehefte erworben werden und die Familien auf historischen Pfaden in kindgerechter Art und Weise die Gärten erkunden. Das wollten wir im Gräflichen Park auch!


Nach einem Ortstermin mit den beiden Mitarbeitern von „Naturetainment“ sowie Parkdirektor Heinz-Josef Bickmann und Azubine Sarah Schnitzer kam die Frage auf, ob es eine ansprechende Figur gäbe, vielleicht ein ansässiges Tier oder ähnliches, die die Kinder durch die Rallye leiten könnte. Dazu fiel mir ein, dass die Bar im Hotel nach einem gräflichen Hund benannt wurde: die „Oscar’s Bar“. Was waren die Hintergründe dazu?


Eine kurze Recherche bei Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff förderte folgende amüsante Geschichte zutage:

Der „Ursprungsoscar“, ein schwarzer Scotch Terrier, gehörte früher der Schwester des Grafen, die ihn aber bei ihrem Großvater zurückließ, als sie zum Studieren nach München zog. Als der Hund später starb, kam ein neuer Oscar ins Haus, der bei Gräfin Ramona in Köln wohnte. Allerdings kamen sie und der Hund nicht so gut miteinander zurecht, so dass auch der neue Oscar zum Großvater nach Bad Driburg kam. Hier lebte er sich so gut ein, dass er sogar einen Posten bekam: Er wurde dort stellvertretender Kurdirektor.


Oscar begeisterte nämlich täglich die Gäste im Park: Er spazierte von Parkbank zu Parkbank, machte Männchen und schwang dabei immer seine Vorderpfoten von außen in Richtung seiner Brust nach innen. Dieses Schauspiel war so niedlich, dass er öfters mit kleinen Leckerlis versorgt wurde. Der damalige Kurdirektor Graf Wedel war sehr froh über den Hund, weil er dann nicht allen Gästen selbst guten Tag sagen musste, sondern Oscar diese Aufgabe übernahm. Seine fröhliche Art führte dazu, dass er in allen Bad Driburger und regionalen Zeitungen vertreten war und somit eine recht berühmte Driburger Persönlichkeit war. Als Erinnerung an den kleinen Racker bekam die Bar seinen Namen – und ab dem Herbst wird er auch die jüngeren Besucher im Rallyeheft durch den Park führen.

Freitag, 8. August 2014

"Hochstift à la carte"

Service- und Bankettleiter Sascha Winkelmann im Interview über Erfolge und Misserfolge beim diesjährigen kulinarischen Festival „Hochstift à la carte“


Im Juni fand das alljährliche kulinarische Wochenend-Festival „Hochstift à la carte“ im Paderquellgebiet in Paderborn statt. In dem grünen Park mitten in der Innenstadt präsentieren sich dabei drei Tage lang in edlen weißen Pagodenzelten die Restaurants aus der Region mit ihren gastronomischen Teams und natürlich eigens kreierten Spezialitäten. Die stimmungsvolle Kulisse mit hohen Bäumen und Wasserflächen, die abends die Lichter spiegeln, lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher aus Paderborn und der Umgebung an. Das „Gräflicher Park Hotel & Spa“ war in diesem Jahr wieder mit dabei. Verantwortlich für den Auftritt des „Caspar’s Restaurant“, des Restaurants „Pferdestall“ und der Oscar’s Bar war Sascha Winkelmann, Service- und Bankettleiter im Gräflichen Park, der in diesem Interview von „Hochstift à la carte“ berichtet.




Was genau macht für Sie den Reiz von „Hochstift à la carte“ aus?

 „’Hochstift à la carte’ in Paderborn ist immer wieder eine große und neue Herausforderung für alle Beteiligten, außer für unsere Gäste – die sollten vom ganzen Trubel nichts merken ;-).  Für diese ist es natürlich ein ganz besonderer Reiz, ‚Hochstift à la carte’ zu besuchen. Viele Gäste sagen uns ja auch immer wieder, dass sie jedes Jahr aufs Neue begeistert sind, was die einzelnen Unternehmen auf die Beine stellen, um dem Fest den nötigen Glanz zu verleihen.“



Ist „Hochstift à la carte“ nur für die Gäste oder auch für die Mitarbeiter, die vor Ort arbeiten, etwas Besonderes?

„Für beide Gruppen ist es ein besonderes Event! Alle Kollegen sehen dort genau, was jede einzelne Abteilung an Arbeit aufbringen muss, um solch eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. ‚Hochstift à la carte’ bedeutet deshalb in jedem Jahr: viele Arbeitsstunden, reichlich Vorarbeit, Improvisationstalent, aber auch Teamarbeit, Abwechslung vom Alltag, Spaß und – was mir ganz wichtig ist – dass das Team richtig gut zusammen wächst.“



Wie war die Besucherresonanz am Stand des Gräflichen Parks in diesem Jahr?

„Unser Angebot und unser Team haben großen Anklang bei den Gästen gefunden. Wir haben unser Haus gut vertreten und präsentiert! Leider hat uns wieder mal das Wetter ein Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz allem war es aber wieder eine gelungene und erfolgversprechende Veranstaltung. Das Wetter können wir leider nicht ändern.“



Welche Speise und welches Getränk waren in diesem Jahr der Renner?

„Bei den Getränken gab es dieses Jahr keine ‚Renner und Penner’. Ein gutes und ausgewogenes Angebot hat überzeugt. Dieses Jahr besonders: Wir hatten nur fünf Weine auf der Karte, die alle vom Weingut Wagner Stempel Rheinhessen abgefüllt worden sind. Des weiteren haben wir die Aperitif-Spezialität ‚Detmolder Royal’ der Strate-Brauerei mit ins Angebot aufgenommen. Dies hat sehr großen Anklang bei den Gästen gefunden, trotzdem es ein Getränk aus dem Lipperland gewesen ist ;-)

Bei den Speisen gilt dasselbe: keine ‚Renner und Penner’! Der Kommentar eines Teilnehmers, ‚Schade, dass wir keine Kaninchenterrine auf der Karte hatten’, das wäre der Renner gewesen (Insiderinformation). Besonders gut ist gewesen, dass wir eine heiße Suppe anbieten konnten, da dies den Temperaturen und fröstelnden Besuchern entgegen gekommen ist.“



Gibt es im kommenden Jahr Änderungen oder setzen Sie weiter auf das bewährte Konzept?

„Das Konzept behalten wir bei. Es wird gerade heiß diskutiert, wann die nächste Veranstaltung im Paderquellgebiet stattfindet. Zur Auswahl stehen drei Optionen: jährlich im Juni, alle zwei Jahre im Juni oder jährlich Ende August/Anfang September. So will man  auf jeden Fall dem Fußballgeschehen aus dem Weg gehen. Der Gräfliche Park ist nächstes Jahr wieder mit dabei – wenn die Veranstaltung Ende August/Anfang September stattfindet!

Ich persönlich bin ein großer Befürworter einer Veranstaltung wie dieser, weil sie viele positive Effekte hat: Teamgefüge und Zusammenhalt werden gefördert, abteilungsübergreifendes Arbeiten, Präsentation der Marke ‚Gräflicher Park Hotel & Spa’, Werbung für das Unternehmen und – was auch ganz wichtig ist – sie stellt eine neue Herausforderung für viele Mitarbeiter dar.“